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Wie erzieht man einen Hund richtig? Dieses Thema interessiert die meisten Hundehalter und Menschen, die mit Hunden zu tun haben. Dabei fragen sich viele, ob nur Welpen erzogen werden können oder auch erwachsene Hunde noch in der Lage sind, Neues zu erlernen. Wir geben Antworten auf diese Fragen und verraten Ihnen 7 grundlegende Tipps für die richtige Erziehung Ihres Hundes.

Tipp 1: Verstehen Sie Ihren Hund besser
Tipp 2: Erziehen Sie Ihren Hund mit positiver Verstärkung
Tipp 3: Sorgen Sie für ein ruhiges Umfeld
Tipp 4: Motivieren Sie Ihren Hund
Tipp 5: Belohnen Sie Ihren Hund
Tipp 6: Bewahren Sie Ihre Geduld bei der Welpenerziehung
Tipp 7: Bauen Sie eine positive Beziehung auf

Bei der Erziehung von Hunden gibt es viele Ansätze. Welche Motivation bietet sich an in der Hundeerziehung? Was kann der Hund lernen und was nicht? Wo und wie soll ich mit ihm üben? Manche Hundehalter trauen es sich nicht zu, den eigenen Hund zu trainieren und ziehen lieber einen erfahrenen Hundetrainer hinzu. Das ist völlig in Ordnung, so lange Sie sich darüber bewusst sind, was Sie von Ihrem Hund erwarten können und was er leisten kann. Wichtig ist nur, dass Ihr Hund die Regeln kennt und befolgt, die für Ihr Zusammenleben und sein Wohlergehen notwendig sind. Und dass Sie liebevoll, aber konsequent bleiben in der Erziehung und Beachtung dieser Regeln.

Tipp 1: Verstehen Sie Ihren Hund besser

Der Ausgangspunkt einer guten Hundeerziehung ist, dass Sie Ihren Hund verstehen. Denn mit dem grundsätzlichen Wissen, wie Ihr Hund fühlt, denkt, reagiert und lernt, können Sie ein effektives und konsequentes Hundetraining viel besser durchführen, als wenn Sie sich ständig fragen müssen, warum Ihr Hund nicht einfach das macht, was Sie ihm sagen.

Zunächst einmal sollten Sie wissen: Hunde tun in der Regel, was sie tun müssen, um das zu bekommen, was sie haben wollen oder brauchen. Durch das Training bzw. die Erziehung können wir ihre Verhaltensweisen den Umständen und dem Umfeld anpassen und gleichzeitig ihr Wohlergehen in diesem Umfeld sicherstellen.

In der verhaltensorientierten Lerntheorie (Behaviorismus) geht man davon aus, dass Hunde (wie wir Menschen) durch Assoziation, also Verknüpfung zweier voneinander getrennter Reize oder Ereignisse eine bestimmte Reaktion erlernen können. Dabei unterscheiden wir zwischen klassischer und operanter Konditionierung. Bei der klassischen Konditionierung passt der Hund sein Verhalten an, indem er zwei Ereignisse oder Reize verknüpft, die kurz hintereinander passieren und scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Das bekannteste Beispiel für eine klassische Konditionierung ist der berühmte Pawlowsche Hund, der dahingehend konditioniert wurde, nach einem Glockenton Futter zu bekommen und hierdurch bereits beim Ton der Glocke mit Speichelfluss reagierte.

Bei einer operanten Konditionierung hingegen wird Verhalten mit einer Konsequenz verknüpft. Ein Beispiel dafür aus der Hundeerziehung ist: Der Hund erlebt, dass er jedes Mal eine Belohnung bekommt, wenn er auf Kommando seines Halters „Platz“ macht. So lernt der Hund auf Kommando „Platz“ zu machen und wird dieses Verhalten später auch ohne konkrete Belohnung beibehalten. Er verknüpft also ein bestimmtes Verhalten mit einem Ziel bzw. angenehmen Folgeereignis (die Belohnung), bis dieses Verhalten für ihn zur Gewohnheit geworden ist.

Tipp 2: Erziehen Sie Ihren Hund mit positiver Verstärkung

Das Geheimnis richtiger Hundeerziehung basiert auf der Belohnung, was in der operanten Konditionierung auch als positive Verstärkung bezeichnet wird (dies gilt übrigens auch für die Erziehung von Katzen. Hunde sind soziale Tiere, die aktiv Kontakt suchen und nur glücklich sind, wenn sie Teil eines Rudels, Familie oder einer anderen sozialen Gruppe sind. Deshalb funktioniert die Erziehung von Hunden besser über die positive Verstärkung der Zuneigung als über Bestrafungen. Wir fördern den Hund in seinem erlernten Verhalten, in dem wir ihm mit Belohnung signalisieren, dass er das Richtige tut. Und manchmal ist die beste Belohnung einfach eine Streicheleinheit, ein Spaziergang oder gemeinsam verbrachte Zeit.

Tipp 3: Sorgen Sie für ein ruhiges Umfeld

Um Ihren Hund richtig zu erziehen, sollten Sie mit ihm allein und in einer Umgebung sein, in der er sich konzentrieren kann. Denn erfolgreiches Training braucht ein ruhiges Umfeld. Verhaltensforscherin und Hundetrainerin Alba Benítez weiß aus Erfahrung: „Einen Hund dazu zu bringen, ein von uns erwünschtes Verhalten zu zeigen, ist eine Herausforderung – angefangen damit, wie man die Gelegenheiten zum Erreichen des guten Verhaltens schafft, bis hin zur Belohnung des erwünschten Verhaltens.“

Mit anderen Worten: Versuchen Sie nicht inmitten eines Parks – wo überall Ablenkungen lauern – Ihren Hund zu erziehen und ihm beispielsweise das Sitzen beizubringen. Das ist in der Regel anstrengend und endet in Frustration für alle Beteiligten. Besser ist, Sie bringen ihm das Sitzen zu Hause bei, in einer ruhigen, lernfreundlichen Atmosphäre. Erst, wenn Ihr Hund sich das erwünschte Verhalten erfolgreich angeeignet hat, können Sie es auch im Park einfordern. Ihr Hund weiß dann ganz genau, wie er sich zu verhalten hat.

Tipp 4: Motivieren Sie Ihren Hund

Motivation ist ein Schlüssel zur erfolgreichen Hundeerziehung. Denn es ist leichter einen Hund zu erziehen, der motiviert ist, als einen Hund, der nicht weiß, warum er tun soll, was von ihm gewünscht wird. Achten Sie darauf, was Ihr Hund besonders mag und nutzen Sie diese Dinge als Motivation bzw. Belohnung für die Erziehung. Jeder Hund ist da ganz individuell. Es gibt Hunde, die freuen sich schon über eine Streicheleinheit oder eine Runde Toben, andere über ein Stück Käse oder ein Leckerli. Wenn Sie nicht mit den richtigen Belohnungen arbeiten, haben Sie es bald mit einem demotivierten Hund zu tun, der kein Interesse am Lernen hat.

Versuchen Sie, Abwechslung in das Training zu bringen und variieren Sie die Belohnungen: Nutzen Sie statt Leckerlis auch mal Spielzeug oder neue gemeinsame Spiele mit Ihnen. Wichtig ist, dass Sie für die Erziehung eine Motivation wählen, die Ihrem Hund gefällt. Und vergessen Sie nie, dass Übungseinheiten für Ihren Hund auch Spaß beinhalten sollten. Denn Ihr Hund lernt besser, wenn Sie ihm die Kommandos spielerisch vermitteln.

Tipp 5: Belohnen Sie Ihren Hund

Die richtige Erziehung funktioniert am besten mit Belohnungen. Gutes Verhalten zu belohnen ist grundsätzlich effektiver, als unerwünschtes Verhalten zu bestrafen. Denn wie wir gesehen haben, braucht ein soziales Tier wie ein Hund Motivation und Zuneigung, um sein Verhalten anzupassen. Wird ein Hund dagegen mit beispielsweise Futter- oder Liebesentzug oder anderen Maßnahmen bestraft, wird sein Vertrauen in die Beziehung zu seinem Halter oder seiner Familie/Rudel erschüttert. Manche Hunde werden dadurch ängstlich oder aggressiv. Ein Hund sollte Ihren Anweisungen folgen, weil er Sie liebt und Ihnen als Rudelführer folgen möchte, nicht weil er Angst vor Ihnen oder Ihren Strafen hat. Setzen Sie deshalb grundsätzlich auf ein gewaltfreies Training und vermeiden Sie es auch, oft und laut zu schreien. Die Hundeerziehung ist erfolgreich, wenn ein Kommando, ausgesprochen in normaler Lautstärke, reicht, um den Hund zur gewünschten Reaktion zu bewegen.

Tipp 6: Bewahren Sie Ihre Geduld bei der Welpenerziehung

Bei der richtigen Erziehung Ihres Hundes ist Geduld gefragt – vor allem, wenn es um verspielte, leicht ablenkbare Welpen geht. Hunde sind keine Roboter und jeder Hund (wie auch jeder Mensch) lernt in seinem eigenen Tempo. Einige Hunde scheinen fast nebenbei dazu zu lernen, während es bei anderen etwas länger dauert. Deshalb ist Geduld und Gelassenheit beim erfolgreichen Hundetraining eine Grundvoraussetzung.

Wenn Sie einen Welpen haben, sollten Sie sich zudem darüber im Klaren sein, dass Erziehungsmaßnahmen bei Hunden erst ab einem Alter von acht bis neun Wochen fruchten. Was davor passiert, vergessen Welpen ganz schnell wieder. Sie sind, wie kleine Kinder, noch nicht so gut in der Lage, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren. Außerdem lassen sie sich schnell ablenken und sind sehr erregbar und impulsgesteuert. Im Alter von zwei bis drei Monaten können Sie dann bei den meisten Hunden mit der Erziehung loslegen. Aber vergessen Sie bitte nicht: Bei Welpen sollten die Lerneinheiten wesentlich kürzer ausfallen als bei erwachsenen Hunden.

Übrigens: Hunde sind ihr ganzes Leben lang lernfähig. Wenn Sie Ihren ausgewachsenen Hund erziehen und ihm neue Übungen oder Kommandos beibringen möchten, müssen Sie allerdings beachten, dass die alltägliche Dynamik, die sich über einen längeren Zeitraum, mitunter über Jahre, zwischen Ihnen aufgebaut hat, in das Training mit hineinspielt. Sind Sie zum Beispiel im Alltag eher inkonsequent mit Ihrem Hund umgegangen, wird er beim Hundetraining Ihr Verhalten zurückspielen. Suchen Sie im Zweifelsfall und wenn es Ihnen an Geduld und guten Motivationsideen mangelt, eine/n Hundetrainer/in oder eine Hundeschule, der/die Sie bei der Grunderziehung Ihres Hundes unterstützt. Zu Hause müssen Sie natürlich trotzdem dafür sorgen, dass Ihr Hund sich auch abseits der Hundeschule an Ihre Regeln hält. Fazit: Es ist nie zu spät, etwas zu ändern – weder für Hund noch Hundebesitzer.

Tipp 7: Bauen Sie eine positive Beziehung auf

Im Rahmen der Hundeerziehung haben Sie die Möglichkeit, eine positive Beziehung zu Ihrem Hund aufzubauen, bzw. Ihre Beziehung zu ihm zu vertiefen. Dabei gilt die goldene Regel: Jeder Hund hat eine eigene Persönlichkeit und ein bestimmtes Leistungsniveau. Alle Hunde sind in der Lage zu lernen, aber die Motivation dazu ist ganz individuell. Es ist überaus wichtig, beim Erziehen Ihres Hundes seine Persönlichkeit zu respektieren und nicht mehr von ihm zu verlangen als er gerade in der Lage ist zu geben. Erwarten Sie nicht, dass Ihr Hund Übungen macht, für die er noch nicht bereit ist. Die Beziehung zwischen Hund und Halter sollte nicht von Beherrschung und Unterwerfung geprägt sein, sondern von Kooperation und Vertrauen. Wenn Sie das berücksichtigen, werden Sie sicher eine gesunde, positive Beziehung zu Ihrem Hund aufbauen und ihm Dinge beibringen, die Sie sich in diesem Moment kaum vorstellen können.

Und vergessen Sie nie: Ihr Hund ist nicht perfekt. Sie sind es auch nicht. Und die Erziehung Ihres Hundes kann es somit auch nicht sein. Arbeiten Sie mit dem, was Sie vorfinden und freuen Sie sich über jeden Fortschritt, den Sie und Ihr Hund erreichen. Denn eine erfolgreiche Hundeerziehung setzt auch eine gewisse Entwicklungsfähigkeit beim Hundehalter voraus. Sie lernen viel über sich, wenn Sie akzeptieren, dass Sie an eigenen Themen wie Geduld, Konsequenz, Frustration und eingefahrenen Verhaltensmustern arbeiten müssen, um Ihrem Hund die richtige Entwicklung zu ermöglichen. Und wenn Ihr Hund dabei auch zu einem Lehrer für Sie wird, profitieren alle davon.

 

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