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Einem Hund beizubringen, sich hinzulegen („Platz“), gehört zu den wichtigsten Grundkommandos jedes Hundetrainings. In diesem Beitrag erklären wir, wie Sie diesen Befehl üben und nutzen können. Wir geben Ihnen auch einen Überblick über die Probleme, die möglicherweise auftauchen, wenn Sie Ihrem Hund „Platz“ beibringen, und was Sie dagegen tun können.

Warum muss ich meinem Hund Platz beibringen?
Platz beibringen durch positive Verstärkung
Wie bringe ich meinem Hund Platz bei?
Hund Platz beibringen: Typische Probleme und wie Sie diese lösen

Das Kommando „Platz“ gehört, wie die anderen Kommandos „Komm“, „Sitz“ und „Bleib“, zu jedem grundlegenden Gehorsamkeitstraining. Es gibt zahlreiche Alltagssituationen, in denen die Kommandos  „Platz“ und „Bleib“ für Sie als Hundehalter sehr hilfreich sein können. Hat Ihr Hund erst einmal verinnerlicht, auf diese Befehle zu gehorchen, dann ist es ein Leichtes, ohne Kraftaufwand Kontrolle über Ihren Hund auszuüben.

Warum muss ich meinem Hund „Platz“ beibringen?

Kommandos zu befolgen ist ein notwendiger Bestandteil jedes Hundetrainings. Einem Hund beizubringen, „Platz“ zu machen, sich also auf Befehl still hinzulegen, ist besonders hilfreich, um einige typische Situationen in den Griff zu bekommen, die den Alltag mit einem Hund ansonsten erschweren könnten. „Platz“ ist unter anderem sinnvoll, wenn man den Hund in ein Restaurant oder öffentliches Verkehrsmittel mitnimmt, ihn von anderen Hunden fernhalten möchte oder beruhigend auf ihn einwirken muss, wenn ihn etwas aus der Fassung gebracht hat. „Platz“ kann sich also in vielen verschiedenen Situationen als ein sehr nützliches Kommando erweisen.

„Platz“ beibringen durch positive Verstärkung

Wenn Sie erreichen wollen, dass Ihr Hund still liegen bleibt, müssen Sie ihm das Kommando durch positive Verstärkung beibringen. Körperliche Gewalt oder Bestrafungen werden nicht eingesetzt. Das Hinlegen an sich ist eine natürliche Position für einen Hund. Alle Hunde können sich hinlegen, also „Platz“ machen. Knifflig wird es erst, wenn sie es auf Kommando tun sollen. Alles was Sie brauchen, um Ihrem Hund „Platz“ beizubringen, ist ein wenig Geduld und ein konsequentes Training. Dann wird Ihr Hund das erwünschte Verhalten letzten Endes verinnerlichen. Allerdings müssen Sie schon etwas Zeit und Mühe investieren, wenn Sie wollen, dass sich ein Hund auf Kommando hinlegt. Das hat gute Gründe: 

Liste:

  • Ein Hund, der liegt, fühlt sich möglicherweise angreifbar. Schließlich befindet er sich im Liegen nicht in einer Position, aus der heraus er sich im Notfall (wenn er erschrickt oder angegriffen werden würde) schnell verteidigen könnte. Besonders für furchtsame Hunde könnte dies zu einem Problem werden.
  • Bei einigen jüngeren Hunden spielt der Drang zur Erkundung der Umgebung oder das körperliche Bedürfnis sich auszupowern, eine erschwerende Rolle in der Erziehung.
  • Ein Hund, der aufgrund einer bestimmten Situation nicht ruhig und entspannt ist, bevorzugt es, in einer wachsamen Position zu bleiben, anstatt sich ganz auf den Boden zu legen. Deshalb kann es unter gewissen Umständen schwierig werden, den Hund dazu zu bringen, auf Kommando „Platz“ zu machen.

Wie bringe ich meinem Hund Platz bei?

Wenn Sie möchten, dass Ihr Hund beim Training etwas lernt, wie zum Beispiel, dass er sich auf Kommando hinlegt, funktioniert das am besten in einzelnen Schritten. So ist es für den Hund leichter zu verstehen, was Sie von ihm möchten. Wenn er den ersten Schritt richtig erlernt und gemeistert hat, folgt der zweite etc.  Bevor Sie Ihrem Hund beibringen, „Platz“ zu machen, sollte er das Kommando „Sitz“ schon kennen. Denn in einer sitzenden Position ist der Hund ruhiger, fokussierter und schon auf dem halben Weg in eine horizontale Lage.

Schritt 1: Bringen Sie Ihrem Hund mit Hilfe von Belohnungen bei, sich hinzulegen, zunächst ohne das Hörzeichen „Platz“ zu benutzen. Während dieser Phase können Sie essbare Belohnungen einsetzen. Halten Sie ihm ein kleines Futterstückchen oder Leckerli vor die Nase, damit der Hund weiß, dass eine Belohnung auf ihn wartet. (Achten Sie allerdings darauf, dass Leckerlis auch Kalorien enthalten und daher in den täglichen Futterbedarf mit eingerechnet werden sollten.)

Diese Übung sollten Sie zu Hause oder an einem anderen ruhigen Ort ohne Ablenkungen machen. Geben Sie Ihrem Hund das Kommando „Sitz“. Wenn er sitzt, klemmen Sie ein Leckerli zwischen zwei Finger und halten es ihm vor die Nase. Führen Sie jetzt langsam die Hand gerade vor der Brust des Hundes hinab bis zwischen seine Vorderpfoten. Während seine Nase dem Leckerli folgt, wird Ihr Hund erst seinen Kopf, dann die Schultern senken. Geben Sie ihm das Leckerli erst, wenn er ganz auf dem Boden liegt.

Um Ihrem Hund beizubringen, sich richtig hinzulegen, müssen Sie diese Übung mehrmals täglich wiederholen, allerdings nicht mehr als 10 Wiederholungen pro Sitzung. Das tun Sie so lange, bis Ihr Hund sich ganz entspannt hinlegt, wenn Sie ihm ein Leckerli vor seine Nase halten und dann Ihre Hand langsam senken. Wenn Sie das geschafft haben, können Sie damit beginnen, die Leckerli-Gabe zu verzögern, erst um eine Sekunde, dann zwei, dann fünf etc. So lernt Ihr Hund, in der liegenden Position zu verharren und nicht gleich wieder aufzustehen.

Schritt 2: Allmählich können Sie beginnen, die senkende Handbewegung weniger offensichtlich zu machen, bis sie zu einem Handsignal wird, das Ihr Hund mit dem Kommando „Platz“ assoziiert. Zu guter Letzt sollte sich Ihr Hund bereitwillig, allein auf das Signal Ihrer senkenden Hand hin, hinlegen.

Schritt 3: Führen Sie das Hörzeichen „Platz“ (oder einen anderen von Ihnen bevorzugten Ausdruck) ein, unmittelbar bevor Sie Ihre Hand senken. Auf diese Weise verknüpfen Sie das Handsignal mit dem Hörkommando. Das legt den Grundstein dafür, dass Ihr Hund später nur auf Ihr verbales Kommando hin „Platz“ macht.

Schritt 4: Jetzt ist es an der Zeit, dass Ihr Hund lernt, in der momentanen Position auszuharren. Wenn Sie Ihrem Hund beibringen, „Platz“ zu machen, geht es nicht nur darum, dass er sich auf den Boden legt, er muss in dieser Position verharren, bis Sie ihm erlauben aufzustehen. Geben Sie das Hörzeichen „Platz“. Gehen Sie einen Schritt rückwärts, dann belohnen Sie ihn. Setzen Sie die Übung fort, indem Sie jedes Mal ein Stück weiter zurückgehen und kurz verharren. Wichtig sind langsame Bewegungen und Blickkontakt, ansonsten könnte es sein, dass Ihr Hund zu schnell wieder aufsteht. 

Schritt 5: Wiederholen Sie die Schritte 1, 2, 3 und 4 draußen an einem ruhigen Ort. Erhöhen Sie langsam aber sicher die Anzahl kontrollierter Ablenkungen, z. B. durch andere Hunde, Kinder oder Fahrzeuge. Überstürzen Sie nichts und gehen Sie ganz langsam vor. Es ist besser, die Übung häufig zu wiederholen und den Effekt damit zu verstärken, als zu rasch voranzugehen und Gefahr zu laufen, dass Ihr Hund zu schnell wieder aufsteht.

Nach Abschluss des letzten Schrittes sollte das Verhalten generalisiert sein: Der Hund kann jetzt das Kommando „Platz“ in jeglicher Situation verstehen, egal wo er sich befindet. Bringt man einem Hund bei, sich hinzulegen, ist ergänzend zu diesen fünf Schritten noch wichtig, dass er lernt, „Platz“ zu machen, auch wenn Sie nicht direkt vor ihm, sondern weiter entfernt stehen. Auf diese Weise lernt ein Hund zu warten, unabhängig davon, wo sein Besitzer gerade ist.  

Hund „Platz“ beibringen: Typische Probleme und wie Sie diese lösen

Natürlich können bei der Erziehung von Hunden immer wieder Probleme auftauchen, die Sie individuell betrachten sollten. Hier haben wir ein paar Tipps für Sie zusammengestellt, mit denen Sie Ihrem Hund das Erlernen des Kommandos „Platz“ erleichtern können.

Liste:

  • Ihr Hund lässt sich nicht beibringen, „Platz“ zu machen, weil er sich zu Hause nicht auf den harten Boden legen will: Manche Hunde sind sehr empfindlich und legen sich lieber auf einen warmen oder weichen Untergrund. Versuchen Sie es mit einem Läufer oder Flickenteppich, wenn Sie keinen Teppichboden haben. Sie können später allmählich andere Untergründe ausprobieren
  • Ihr Hund hat keine Lust auf die Übungen: Verlangen Sie ihm anfangs nicht gleich zu viele Wiederholungen ab. Wenige gut ausgeführte Wiederholungen sind besser als viele, die schlecht umgesetzt werden. Sie können alternativ versuchen, den Wert der Belohnung zu erhöhen, indem Sie ein Leckerli anbieten, das Ihr Hund ganz besonders liebt.
  • Wenn Ihr Hund lieber spielen oder toben als „Platz“ machen möchte, was vor allem bei Welpen und jungen Hunden vorkommt, gehen Sie beim Training spielerisch vor und unterbrechen Sie die Übungen immer wieder mit kleinen Spieleinheiten. Bleiben Sie aber konsequent in der Vermittlung der einzelnen Schritte.
  • Ihr Hund scheint die Übung oder das Kommando „Platz“ nicht zu verstehen: Fangen Sie von vorne an und gehen Sie jetzt langsamer vor. Üben Sie jeden einzelnen Schritt so lange ein, bis der Hund begreift, was von ihm erwartet wird, und gehen Sie erst dann zum nächsten Schritt über. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Handzeichen klar genug ist, um Ihrem Hund nachdrücklich zu zeigen, dass er sich hinlegen und „Platz“ machen soll. Bewegen Sie Ihre Hand nicht zu schnell. Geben Sie dem Hund Zeit, ihr mit der Nase zu folgen.
  • Ihr Hund ist schnell abgelenkt: Achten Sie auf eine ruhige, reizarme Umgebung und versuchen Sie selbst, ruhig und bestimmt zu sein, wenn Sie Ihrem Hund beibringen, „Platz“ zu machen. Ist der Mensch nervös, kann das auf den Hund abfärben. Wenn Ihr Hund in einem ruhigen Umfeld die Übung beherrscht, aber in alltäglichen Situationen draußen das Kommando auch nach wiederholtem Üben nicht befolgen kann, suchen Sie mit ihm Orte auf, die zwar außerhalb des gewohnten Übungsumfeldes liegen, aber dennoch reizärmer sind als zum Beispiel ein Stadtpark. Achten Sie darauf, was Ihren Hund besonders ablenkt (andere Hunde, Menschen, Autos etc.) und versuchen Sie diese Reize so gut wie möglich auszuschließen, wenn Sie mit ihm üben, „Platz“ zu machen.

Wenn Sie merken, dass es Ihrem Hund schwer fällt, auf Kommando „Platz“ zu machen, lassen Sie sich nicht entmutigen. Bleiben Sie geduldig und schimpfen Sie nicht mit ihm. Denn Ihr Hund macht nicht bewusst etwas Falsches, sondern kann einfach noch nicht so dem Kommando „Platz“ folgen, wie Sie es möchten. Beginnen Sie mit der Übung von vorn und gehen Sie langsam und behutsam vor. Vergessen Sie nicht, Ihren Hund nach jedem erfolgreich absolvierten Schritt zu loben, selbst wenn der Schritt noch so klein ist. Denken Sie daran: Hunde führen die Übungen nicht „schlecht“ aus. Wenn der Hund nicht versteht, was wir von ihm erwarten, bzw. nach vielen Übungseinheiten immer noch nicht „Platz“ machen möchte, liegt das in der Regel an uns: Häufig machen wir einfach nicht klar oder langsam genug verständlich, was wir von dem Hund wollen. Manchmal reicht es auch schon, die Belohnungen zu variieren oder den Ort zu wechseln, um eine bessere Lernatmosphäre herzustellen.

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