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Bei Hunden ist das Fressen von Gras ein weit verbreitetes Verhalten: Sobald sie draußen im Grünen sind, schnüffeln sie an Pflanzen und kauen und schlucken einige Grashalme nur, um diese mitunter kurz darauf wieder hochzuwürgen. Frisst auch Ihr Hund manchmal Gras und übergibt sich danach?

Hunde fressen Gras und erbrechen sich kurz darauf
Ist Gras fressen für Hunde gefährlich?
Auf diese Symptome sollten Sie bei Ihrem Hund achten
Wenn Hunde Gras fressen: So sollten Sie handeln

Wenn Sie dieses Verhalten bei Ihrem Hund schon beobachtet haben, haben Sie sich vielleicht gefragt: Warum frisst mein Hund Gras? Und warum erbricht er sich danach? Ist Gras fressen für meinen Hund gesundheitsschädlich? Hat er vielleicht ein Problem mit der Verdauung oder einen Nährstoffmangel? Braucht er möglicherweise (mehr) Gemüse im Futter?

Bevor Sie sich weiter Sorgen machen, können wir Sie beruhigen: Etwa 80% aller Hunde fressen Gras, wie in einer vom WebMD Veterinary Journal zitierten Studie mit 49 Hunden festgestellt wurde. Und auch Tierärzte sehen darin ein arttypisches Ernährungsverhalten. Somit können wir davon ausgehen, dass Gras fressen für Hunde in den allermeisten Fällen zum normalen Verhaltensrepertoire gehört. Also kein Grund zur Sorge!

Hunde fressen Gras und erbrechen sich kurz darauf

Hunde sind fakultative Karnivoren, das heißt, sie sind keine ausschließlichen Fleischfresser. Neben Fleisch und Fett können sie sich auch andere Nahrungsquellen zunutze machen. Auch wenn Hunde, ebenso wie Wölfe, sich am liebsten von Fleisch ernähren, sind sie meist problemlos in der Lage, pflanzliche Nahrungsbestandteile aufzunehmen und zu verwerten.

Eine Expertengruppe konnte Wölfe (die direkten Vorfahren des Haushundes) unmittelbar beim Vertilgen von Gemüse beobachten. Gleichzeitig stellten die Wissenschaftler fest, dass es bei den beobachteten Wölfen nur um sehr begrenzte Mengen an Pflanzenbestandteilen ging. Daraus schlossen sie, dass die pflanzlichen Nahrungsbestandteile dem Wolf im Wesentlichen zur besseren Beförderung der Nahrung durch den Verdauungstrakt dienen und nicht, um die Nährstoffe des Gemüses aufzunehmen. Denn wie bei uns Menschen helfen Ballaststoffe auch bei Wölfen (und Hunden), die Darmpassage der Nahrung zu erleichtern.

Gras, das sofort wieder erbrochen wird, wird hingegen kaum verdaut: Es trägt nicht zur Darmpassage bei und wird nicht weiter in den Dünndarm transportiert, wo die meisten Nährstoffe absorbiert werden. Aus diesem Grund glauben manche Hundekenner, dass Gras von Hunden gefressen und erbrochen wird, wenn sie Beschwerden im Verdauungstrakt verspüren und sich nicht wohl fühlen. Der Graskonsum löst einen Reiz im Magen aus und die Produktion von Magensäure wird bis zum Erbrechen angeregt. Nach dieser Theorie fressen Hunde also Gras, um ihr Verdauungssystem zu reinigen, wenn die klassische Entgiftung über die Ausscheidung von Kot und Urin nicht mehr richtig funktioniert.

Um herauszufinden, ob Ihr Hund tatsächlich Verdauungsbeschwerden hat, konsultieren Sie bitte Ihren Tierarzt. Anzeichen dafür können z.B. Symptome sein wie Blähungen, Aufstoßen, Magen- und Darmgeräusche, häufiges Schmatzen, Nervosität oder Lethargie

Ist Gras fressen für Hunde gefährlich?

In der Regel ist es unproblematisch, wenn ein gesunder Hund hin und wieder Gras frisst. Wenn Ihr Hund jedoch nach der Grasaufnahme wiederholt würgt und versucht sich zu erbrechen, ohne dass er es schafft, könnte das auf ein Magenproblem hinweisen. Besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, ob Gras für Ihren Hund ein Problem darstellt.

Bei manchen Hunden, die enorm viel und wie zwanghaft Gras fressen, sobald sie im Grünen sind, können auch psychologische Gründe wie Langeweile oder Stress vorliegen. Sprechen Sie Ihren Tierarzt auf dieses, unter Umständen gesundheitsschädigende, Verhalten hin an. Er oder sie kann Sie zu dieser Art von Übersprunghandlung beraten oder Ihnen einen Hundepsychologen empfehlen.

Ganz ohne Risiko ist auch das nur leicht ausgeprägte Fressen von Gras nicht: Es gibt Pflanzen, die von Natur aus giftig sind. Und es gibt Pflanzen, die mit Düngemitteln oder Insektiziden besprüht wurden. Außerdem besteht die Gefahr, dass Ihr Hund im Gras verborgene Fremdkörper mit verschluckt. Wie können Sie eine Vergiftung bei Ihrem Hund erkennen?

Auf diese Symptome sollten Sie bei Ihrem Hund achten

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund etwas Giftiges gefressen hat, suchen Sie umgehend Ihren Tierarzt auf. Mögliche Symptome können z.B. sein:

Übersicht möglicher Symptome: Starkes Speicheln
Zittern
Apathie oder starke Aufregung
Schwäche
Kreislaufprobleme bis zum Kollaps mit Bewusstlosigkeit
Erbrechen
Würgen
Durchfall
Blut im Erbrochenen, im Kot oder Urin (bei Rattengift)
Bauchkrämpfe
Atembeschwerden bis hin zur Atemnot

Wenn Sie diese Anzeichen bei Ihrem Hund feststellen, warten Sie nicht ab, sondern suchen schleunigst eine Tierklinik auf.

Wenn Hunde Gras fressen: So sollten Sie handeln

Generell gilt: Wenn Ihr Vierbeiner immer mal wieder ein paar Grashalme frisst, diese danach erbricht und ansonsten völlig gesund wirkt, besteht in der Regel kein Handlungsbedarf. Klären Sie mit Ihrem Tierarzt, ob Sie bei Ihrem Hund etwas Besonderes beachten müssen. Stadtbewohner sollten sich allerdings darüber bewusst sein, dass Gras am Straßenrand Schadstoffe aufnimmt und ihren Hund lieber in Parkanlagen Gras fressen lassen. Verhindern Sie, dass Ihr Hund andere, möglicherweise schädliche Dinge frisst.

Wenn Sie befürchten, dass Ihr Hund über sein Futter nicht alle Nährstoffe erhält, die er braucht und deshalb Gras frisst: Achten Sie auf ein ausgewogenes und artgerechtes getreidefreies Hundefutter mit einem hohen Anteil an tierischem Eiweiß, über das er alle Nährstoffe bekommt, die er braucht.

Wählen Sie ein natürliches Futter, also eine Nahrung, die Ihr Vierbeiner in seiner aktuellen Lebensphase benötigt.

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